Aufruf: Foto-Zeitzeugen gesucht!

Der Saarbrücker Untergrund hat viel zu bieten. Alte Brauereikeller, Kasematten und eine schier unüberschaubare Anzahl von Luftschutzanlagen aus dem zweiten Weltkrieg durchlöchern den Boden der Landeshauptstadt. Die Ausmaße sind größer als in kaum einer anderen deutschen Stadt. In den Jahren 1938 bis 1945 wurden in Saarbrücken unter teils menschenunwürdigen Anstrengungen Erdmassen bewegt und Steine gehauen, um Stollen in den Untergrund zu treiben. Unmengen Stahl und Beton wurden für massive Eingangsbauwerke verbaut. Das Saarbrücker Stadtbild war unübersehbar von solchen Baumaßnahmen geprägt.

Die meisten unterirdischen Luftschutzanlagen – auch die Hochbunker – sollten damals weitestgehend unter Geheimhaltung entstehen. Doch die Baustellen waren auffällig und allgegenwärtig. Heute wäre es ein Leichtes, die Bautätigkeit fotografisch zu dokumentieren. Aber damals war Fotografie großer Luxus und noch nicht so selbstverständlich wie heute. Unter dem Gebot der Geheimhaltung und drohender Strafen ließen Fotografen und Hobbyfotografen den Fotoapparat lieber zuhause. Oder etwa doch nicht? Florian Brunner ruft dazu auf, in den privaten Fotoarchiven, Alben und Erinnerungen danach zu suchen: Wer hat Fotos oder Filme von damals, die den Bunkerbau und womöglich sogar den Aufenthalt in einem Saarbrücker Bunker zeigen? Willkommen sind auch Bilder aus Saarbrücker Brauerei- und Weinkellern. Wenn Sie etwas gefunden haben, melden Sie sich bitte unter 0681 – 950 84 67 oder schreiben Sie über die Rubrik Kontakt eine eMail. Die Bilder dienen der Dokumentation und sollen nach Möglichkeit in einer neuen Buchveröffentlichung Verwendung finden.